
Unser Klimaschutz
Grüne Energie mit einem geringeren Klima-Fußabdruck
Bei Momentum streben wir danach, grüne Energie auf möglichst nachhaltige Weise zu entwickeln und zu erzeugen. Unser Kerngeschäft trägt dazu bei, die globalen CO₂-Emissionen zu reduzieren. Doch wie alle Unternehmen hinterlassen auch wir einen Klima-Fußabdruck. Die Produktion erneuerbarer Energien entbindet uns nicht von der Verantwortung für unsere eigenen Emissionen. Das Management unserer Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) ist entscheidend, um unserem Anspruch gerecht zu werden, grüne Energie so nachhaltig wie möglich zu erzeugen.


Da wir als Unternehmen nur einen begrenzten Verbrauch fossiler Energie in unseren eigenen Aktivitäten haben, liegt der Großteil des Klima-Fußabdrucks von Momentum in unserer Wertschöpfungskette.
Wir unterteilen unsere Treibhausgasemissionen gemäß dem Greenhouse Gas Protocol in Scope 1, 2 und 3:
Scope 1: Direkte Emissionen aus unseren Firmenwagen
Vor allem Emissionen aus dem Verbrauch fossiler Kraftstoffe durch die Servicefahrzeuge unseres Serviceunternehmens Momentum Energy Services, das Windenergieanlagen und Solaranlagen in Dänemark wartet.
Scope 2: Indirekte Emissionen aus eingekauftem Strom und Fernwärme
Dazu gehören Verbräuche für Elektrofahrzeuge, Büros, Lagerflächen sowie den Betrieb unserer Windenergieanlagen und Solaranlagen in Dänemark, Deutschland und Schweden.
Scope 3: Sonstige indirekte Emissionen aus unserer Wertschöpfungskette
Hierzu zählen insbesondere Emissionen im Zusammenhang mit eingekauften Waren und Dienstleistungen, Komponenten für neue Anlagen im Bereich erneuerbarer Energien, Transport, Abfallmanagement, Geschäftsreisen sowie dem Arbeitsweg der Mitarbeitenden.
Unsere Klimaziele
Im Jahr 2022 haben wir uns das Ziel gesetzt, bis 2025 klimaneutral in Bezug auf unseren eigenen Energieverbrauch (Scope 1 und 2) zu werden. Dieses Ziel haben wir bereits 2024 erreicht.
Wir arbeiten daran, unsere THG-Emissionen aus Firmenfahrzeugen zu reduzieren. Die Scope-1- und Scope-2-Emissionen, die wir nicht vermeiden können, kompensieren wir durch verifizierte Maßnahmen wie Herkunftsnachweise und Zertifikate für Carbon Removal.
Derzeit entwickeln wir unsere Klimastrategie weiter, die künftig neue Ziele umfassen wird. Um diese Ziele zu erreichen, arbeiten wir weiterhin systematisch daran, unsere THG-Emissionen entlang der drei Handlungsfelder unserer Klimastrategie zu steuern:
1
Datenerfassung
Unseren Klima-Fußabdruck mit der bestmöglichen Datenqualität erfassen.
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2
Reduktion
Unsere THG-Emissionen durch priorisierte Maßnahmen so weit wie möglich reduzieren.
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3
Kompensation
Verbleibende Emissionen durch Investitionen in glaubwürdige Projekte kompensieren, die CO₂ aus der Atmosphäre entfernen.
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Daten als Grundlage für wirksamen Klimaschutz
Bei Momentum sind wir davon überzeugt, dass Daten der Schlüssel zu wirksamem Klimaschutz sind. Ohne fundiertes Wissen darüber, wo und wie wir Treibhausgase emittieren, können wir unsere Reduktionsmaßnahmen nicht gezielt und sinnvoll steuern.
Wir arbeiten intensiv daran, eine möglichst genaue und vollständige Datengrundlage für die gesamte Momentum Group sicherzustellen. Die Datenerfassung ist eine umfassende Aufgabe – insbesondere mit Aktivitäten in mehreren Ländern und Büros an verschiedenen Standorten in Dänemark. Unser Fokus liegt darauf, möglichst viele Verbrauchsdaten zu erfassen, um den Einsatz von Schätzungen und kostenbasierten Berechnungen zu minimieren. Gleichzeitig arbeiten wir kontinuierlich daran, die Prozesse zur Erfassung, Berechnung und Berichterstattung von Daten zu optimieren, weiterzuentwickeln und zu dokumentieren, um die Datenqualität fortlaufend zu verbessern.
Reduzierung von THG-Emissionen
Die Reduzierung unserer THG-Emissionen ist das zentrale Element unserer Klimaarbeit. Wir setzen uns dafür ein, sowohl unsere eigenen Emissionen (Scope 1 und 2) zu reduzieren als auch die Emissionen in unserer Wertschöpfungskette (Scope 3) aktiv zu steuern.
Wir priorisieren unsere Maßnahmen dort, wo wir die größte Wirkung erzielen können. Dabei geht es nicht nur darum, die größten Reduktionspotenziale zu identifizieren, sondern auch um kleinere, symbolische Initiativen, die das Verständnis für Klimaschutz und das Engagement dafür innerhalb von Momentum stärken können.

Kompensation unserer verbleibenden direkten Emissionen
Obwohl wir daran arbeiten, unsere eigenen Emissionen im gesamten Unternehmen zu reduzieren, können wir sie nicht vollständig vermeiden. Deshalb verfolgen wir zwei unterschiedliche Ansätze, um die verbleibenden Emissionen in Scope 1 und 2 zu kompensieren:
- Carbon Removal (Kohlenstoffentfernung)
- Grünstromzertifikate (Herkunftsnachweise)
Wie entfernt man CO₂ aus der Atmosphäre?
Beim Carbon Removal geht es darum, CO₂ direkt aus der Atmosphäre zu entfernen und dauerhaft zu speichern. Dies kann beispielsweise durch Methoden wie die Speicherung von Kohlenstoff im Boden, Aufforstung oder technologischere Lösungen wie die direkte CO₂-Abscheidung aus der Atmosphäre erfolgen. Die verschiedenen Methoden unterscheiden sich sowohl hinsichtlich der Dauer der CO₂-Speicherung als auch hinsichtlich der zusätzlichen positiven Auswirkungen, die sie beispielsweise auf Natur und lokale Gemeinschaften haben können.

Investitionen in Carbon Removal über Klimate
Die Verlangsamung des globalen Klimawandels erfordert mehr als nur die Reduzierung von Emissionen – wir müssen auch einen Teil des bereits in die Atmosphäre ausgestoßenen CO₂ wieder entfernen. Deshalb haben wir uns entschieden, in Carbon Removal durch den Kauf von Carbon-Removal-Zertifikaten zu investieren, die unseren verbleibenden THG-Emissionen aus Kraftstoffverbrauch (Scope 1) und Fernwärme (Scope 2) entsprechen.
Der Markt für CO₂-Zertifikate ist komplex und umfasst viele unterschiedliche Methoden, Möglichkeiten und Herausforderungen. Um sicherzustellen, dass die Projekte, in die wir investieren, sowohl glaubwürdig als auch wirksam sind, arbeiten wir mit Klimate zusammen – einem dänischen Unternehmen, das auf Projekte zur Entfernung von CO₂ aus der Atmosphäre spezialisiert ist. Dabei konzentrieren wir uns auf Projekte, die nicht nur einen positiven Klimaeffekt haben, sondern gleichzeitig auch Vorteile für Natur und lokale Gemeinschaften schaffen – im Einklang mit den eigenen Werten und Aktivitäten von Momentum.
Die von uns unterstützten Projekte sind gut dokumentiert und von unabhängigen Dritten zertifiziert. Klimate führt umfassende Analysen jedes Projekts durch und bewertet dessen Klimawirkung, positive Nebeneffekte, Integrität und Robustheit anhand von 301 verschiedenen Datenpunkten. Dies gewährleistet ein hohes Maß an Integrität und Qualität unserer Investitionen.
Lesen Sie mehr über die verschiedenen Methoden des Carbon Removal sowie den Due-Diligence-Prozess von Klimate auf der Website von Klimate.
In welche Projekte hat Momentum investiert?
Über Klimate hat Momentum in drei Carbon-Removal-Projekte investiert, die jeweils eine unterschiedliche Methode zur Entfernung und Speicherung von CO₂ aus der Atmosphäre repräsentieren. Rund 10 % der Investitionen entfallen auf Biochar, 30 % auf die Speicherung von Kohlenstoff im Boden und 60 % auf Projekte, die CO₂ in Küstenökosystemen binden und speichern.
Die Projekte wurden sorgfältig ausgewählt, um sicherzustellen, dass sie sowohl einen positiven Klimaeffekt haben als auch mit den Werten von Momentum übereinstimmen. Dabei haben wir bewusst ein Projekt in der Nähe unserer eigenen Aktivitäten sowie zwei Projekte in geografisch besonders vulnerablen Regionen priorisiert, in denen der Klimawandel erhebliche Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften hat.
Grünstromzertifikate
Bei Momentum haben wir uns entschieden, den Stromverbrauch der gesamten Momentum Group durch Grünstromzertifikate (Herkunftsnachweise) abzudecken. Auf diese Weise können wir dokumentieren, dass unser Stromverbrauch durch grüne Energie gedeckt ist, und gleichzeitig durch die Nachfrage nach Herkunftsnachweisen den Markt für Grünstromzertifikate unterstützen.
Als Produzent erneuerbarer Energien entwerten wir die Grünstromzertifikate, die unsere eigenen Windenergieanlagen und Solaranlagen im Rahmen des EU-Systems für Herkunftsnachweise (REGO) erhalten, wenn sie Strom in das Netz einspeisen. Um sicherzustellen, dass die Zertifikate möglichst nah am Ort des Verbrauchs verwendet werden, entwerten wir sie in den jeweiligen Ländern, in denen der Stromverbrauch stattfindet. Das bedeutet, dass wir unseren Stromverbrauch in Dänemark mit in Dänemark ausgestellten Grünstromzertifikaten abdecken und unseren schwedischen Stromverbrauch mit in Schweden ausgestellten Zertifikaten kompensieren.
Für unseren Stromverbrauch in Deutschland haben wir derzeit keine Möglichkeit, Zertifikate direkt im deutschen Zertifikatesystem zu entwerten. Stattdessen übertragen wir unsere deutschen Zertifikate nach Dänemark und entwerten sie im dänischen System.





